Kompass - Navigationssystem, HöhenmesserIn Zeiten von exzellenten Infrastrukturbedingungen und elektronischen Navigationssystemen mutet der magnetische Kompass zur Navigation etwas mittelalterlich an, aber dennoch kann er auch heute, wie schon seit dem 13. Jahrhundert in Europa, noch hilfreiche Dienste bei der Lösung geographischer und geometrischer Probleme leisten. Zum einen erleichtert der geübte Umgang mit Karte und Kompass das Verständnis für die Grundlagen der Navigation und Orientierung und ermöglicht so eine Überprüfung der Plausibilität der Angaben elektronischer Navigationssysteme bzw. elektronischer Kompasse. Zum anderen können GPS-Empfänger ausfallen, so dass im Notfall eine generelle technische Abhängigkeit durch zu viel Technikgläubigkeit zu größeren Problemen führen könnte.Wenn man von einem Kompass spricht, dann meint man in erster Linie einen Kompass, bei denen sich die magnetische Kompassnadel nach dem Erdmagnetfeld ausrichtet. Es gibt aber durchaus Kompassarten, die unabhängig vom Erdmagnetismus funktionieren, wie zum Beispiel der Sonnenkompass oder der Kreiselkompass. Je nach Anwendung gibt es auch unterschiedliche Arten von Kompassen, wie zum Beispiel Schiffskompass, Bootskompass, Tauchkompass, Marschkompass oder Peilkompass. Das Erdmagnetfeld ist kein stationäres Gebilde, sondern - bildlich gesprochen - ständig in Bewegung, da das Erdinnere auch ständig in Bewegung ist, was man leicht an Erdbeben und Vulkanausbrüchen erkennen kann. So verändern sich auch die Pole des Erdmagnetfeldes, so dass die geographischen Pole nicht mit den magnetischen Polen übereinstimmen. Im Laufe der Erdgeschichte haben sich die magnetischen Pole sogar des Öfteren vertauscht; rein physikalisch befindet sich der magnetische Südpol heutzutage auf der Nordhalbkugel. Weiterführende Informationen:
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